15 Millionen Kontakte und mehr
Zahlreiche TV-Teams, Radio-Reporter und internationale Print-Journalisten waren beim “Canine Science Forum” im Presse-Center der “Dog Company international”.
Nach 48 Stunden wurde die 10-Millionen-Grenze (Hörer/Seher/Leser) überschritten.
Am Tag danach: 15 Mio.
Die Presseaussendungen der “Dog Company international” werden für das “Canine Science Forum” bis Ende des Jahres – von Japan bis Kanada – ca. 50-60 Millionen Leser/Hörer/Seher verzeichnen. (hochgerechnet nach Media-Analysen).
July 31st, 2010
“Hund ohne Mensch – Mensch ohne Hund?”
Zum Abschluss des 2. Canine Science Forum fand am 29. Juli ein „Satellitensymposium statt, dessen Hauptaufgabe es war, die Highlights und Haupterkenntnisse des Kongresses einem deutssprachigen Publikum von Hundepraktikern und –interessierten verständlich zu präsentieren. Diese Aufgabe übernahmen die Professoren Adam Miklosi (Eötvös Universität Budapest und Ludwig Huber, sowie Iris Schöberl (Uni Wien).
Die interessantesten Neuigkeiten der Forschung an Kaniden (Hundeartige, Hunde, Wölfe) gab es zu ihrer Genetik, zu Verhalten und geistiger Leistungsfähigkeit und zur Beziehung Mensch-Hund. So etwa wird auch von der Wissenschaft die Bedeutung der Dominanz und der Hierarchie bei Wölfen und Hunden, sowie zwischen Mensch und Hund relativiert. Höchst aktuell auch, dass sich trotz aller Bemühungen einer Reihe von Arbeitsgruppen „Wesen“, bzw. Persönlichkeit von Welpen und erwachsenen Hunden nicht zuverlässig testen lässt. Und es wird immer klarer, dass Hund im sozialen und evolutionären „Package“ mit Menschen gesehen werden müssen
Dazu stellte Prof. Kurt Kotrschal, eine gewagte These auf:
„Hunde ohne Menschenbezug sind nicht definiert. Hunde sind in ihrer evolutions-und Domestikationsgeschichte so an das Zusammenleben mit Menschen angepasst, dass es nicht sinnvoll ist den Hunde ohne Bezug zu ihren Menschen zu untersuchen“
Kotrschal bezieht sich dabei auf die zentrale Bedeutung der sozialen Beziehung. Auch neuesten Studien des „Wolf Science Centers“ zeigen dass Wölfe zwar auch im Zusammenleben mit Menschen ihr eigenes wölfisches Verhalten beibehalten, aber sobald sie mit Menschen gemeinsam leben, trainiert werden, lernen sie nach und nach, sich an „ihre“ Menschen anzupassen und zu kooperieren – sind also keine „wilden Wölfe“ mehr, sondern beginnen durch ihre Menschenbezug „Hundeartig “ zu werden.
Prof. Ludwig Huber (Uni Wien) referierte Studien des WSC, wie auch Wölfe, wenn sie menschenbezogen aufgezogen werden, ähnlich wie Hunde dazu fähig sind, kooperativ mit Menschen arbeiten, bei schwierigen Kooperationsaufgaben können sie sogar besser sein, als Hunde.
Adam Miklosi aus Budapest (er war einer der ersten in Europa, der sich wissenschaftlich um Hund-Mensch-Beziehung kümmerte: „Wien und Budapest: Wir sind weltweit das Zentrum der Hundeforschung der Welt“), nahm in seinem Statement ganz klar Stellung: „Man kann Aggression bei Hunden wissenschaftlich gesehen nicht an einzelnen Rassen festmachen.
Miklosi: „Man kann mit einem sogenannten allgemeinen Wesenstest die Aggressionsbereitschaft gegenüber Menschen oder anderen Hunden gegenüber niemals sicher feststellen feststellen“
Vielmehr gehe es darum, dass man in der Zucht jene Hunde aus-selektiere, die „auffällig“ wären. Doch dies passiere leider seitens der Züchter zu selten.
Beim von Royal Canin“-gesponserten „Canine Science Forum“ waren übrigens knapp 300 Wissenschaftler aus 36 Nationen dabei.
Neben Österreichern besuchten den Kongress vorrangig Italiener, Amerikaner und Engländer, Deutsche und Japaner. Aber es waren auch interessierte Wissenschaftler aus Neu Seeland, Süd Afrika, Russland, Kamerun und Sudan dabei.
Das „Thema Hund, Caniden & Mensch“ ist also ein internationales, weltweites.
Der nächste Kongress „Canine Science Forum“ findet 2012 statt. Wo, das ist noch nicht ganz geklärt.
July 31st, 2010
16. IRO Rettungshunde-WM , Zatec/Tschechien
Gold für Tschechien, Österreich, Deutschland und Italien
Während die tschechischen Gastgeber bei der „16. Rettungshunde-WM der Internationalen Rettungshunde Organisation“ vier Medaillen errangen (Gold, Silber, Bronze in der „Fährtensuche“ sowie Gold in der Mannschaftswertung) belegten die anderen Podestplätze jeweils Vertreter unterschiedlicher Nationen.
In der Kategorie „Flächensuche“ schien bis kurz vor Ende der dreitägigen Weltmeisterschaft die Schweizerin Christa Balzer als Siegerin festzustehen – bis die Deutsche Andrea Otto mit einer fulminanten Such-Arbeit doch noch den 1. Platz errang. Dritter wurde Andrzej Gorowski aus Polen.
Die Startnummer „01 01“ brachte Gerlinde Häusermann Glück. Die 39-jährige Chemikerin konnte bereits 2009 in der Kategorie „Trümmersuche“ Gold für Österreich holen und wiederholte dieses Jahr ihren Erfolg. Schon vor ihrem Antreten bezeichneten ihre Freunde die Startnummer als gutes Omen: 01. Platz 2009, 01. Platz 2010.
Auf Platz 2 landete die Holländerin Gina van Dijk-Gerolt. Platz 3 ging an Ana Viller (Kroatien).
Bei der „Fährtensuche“ waren die Tschechen unschlagbar. Alle drei Postestplätze gingen an Gastgeber: Es gewann Ludmilla Masatowa vor Miloslav Cenek und Iva Lzicarova.
In der Wasserarbeit konnte nur Nicola Carrara aus Italien erfolgreich abschneiden.
In der Mannschaftswertung ging Gold an Tschechien (Mannschaft: Svaz zachrannych brigad kynologu-SZBK). Silber: SMFV (Verein Schweizerischer Militärhundeführer). Bronze: Club for Sports- and Working Dogs Zagreb (KOSSP)
Die WM war von unglaublicher Hitze geprägt. Die HundeführerInnen unterbrachen immer wieder die Sucharbeiten, um die Hunde mit Wasser abzukühlen und sie trinken zu lassen. Erschwert wurden viele Suchübungen durch teilweise absolute Windstille, wodurch die Hunde erst dann den Geruch der Versteckpersonen in Nase bekamen, wenn sie knapp vor dem (symbolischen) Opfer revierten. Bei leichtem Wind können Hunde früher die Witterung aufnehmen und gezielter suchen bzw. schneller die Personen finden.
Alle Ergebnisse unter: http://www.wch-iro-2010.zachranari.cz/index.php?lg=de
July 7th, 2010