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Internationale Rettungshunde-Staatsmeisterschaft Gmunden-Regau/Oberösterreich, 12.-14.8.2011:
Gold für Kroatien, Deutschland und Österreich – Mannschaftssieg an Kroatien
Mit Gold für Kroatien, Deutschland und Österreich ging die vom SVÖ Gmunden-Regau bestens organisierte „Internationale Rettungshunde-Staatsmeisterschaft“, die auch „Kleine WM“ genannt wird, zu Ende. 108 Rettungshundeteams aus sieben Nationen waren gemeldet.
Nach wechselnden Wetterbedingungen – es gab alles zwischen Regen und Wind bis zu heißen Sonnenstunden mit Windstille – gewann in der Kategorie „Färtensuche“ Josenhans Albrecht (Deutschland , Verein für Deutsche Schäferhunde) vor Rudolf Klein (Österreich, er startete für den SKV-KHD Rettungshunde Feuerwehr Wien) und Berlich Alexander (Deutschland, RHZ Rettungshundezug Thüringen e.V.)
In der Kategorie „Flächensuche“ siegte der Österreicher Hugo Karner (ÖRK Österreichisches Rotes Kreuz) vor Covic Petra, Kroatien (KOSSP Klub za obuku sluzbenih i sportskih). Dritter wurde Katzgraber Johann vom „ÖRK Österreichisches Rotes Kreuz“.
Das Flächen-Suchgelände war vom Bewuchs und der Sicht deutlich schwieriger als bei der Rettungshunde-WM Anfang Juli 2011 in Belgien. Diesmal gab es aber – im Gegensatz zu den Wetterbedingungen in Belgien – doch bessere Luftströmungen, weshalb die Hunde leichter die Witterung der Versteckpersonen aufnehmen konnten und somit mehr Teilnehmer die Prüfung bestanden.
In der „Trümmersuche“ setzte sich Covic Petra (Kroatien, KOSSP Klub za obuku sluzbenih i sportskih) als Siegerin durch (sie trat mit einem 2. Hund auch in der Flächenprüfung an, wo sie 2. wurde). Die Silber-Medaille ging an Dijk-Gerolt Gina (Holland, SIGNI Stiftung Signi Suchhunde), Bronze an
Drazumeric Thomaz (Slowenien, ERPS Enota Resevalnih psov slovenije).
Das extra für diese international Staatsmeisterschaft neu gestaltete Trümmer-Suchgelände in Gunskirchen wurde von den Teilnehmern mit dem “Prädikat: weltmeisterlich” ausgezeichnet. Also höchstes Niveau!
Die Mannschaftswertung sicherte sich Kroatien vor dem SVÖ (Österreichischer Verein für Deutsche Schäferhunde). Der 3. Platz ging an SKV-KHD Rettungshunde Feuerwehr Wien.
Dr. Wolfgang Zörner, Präsident der IRO „Internationale Rettungshunde Organisation“: „Die Tatsache, dass die ‚Österreichische Meisterschaft‘ von Beginn an eine internationale Ausschreibung erfahren hat, brachte ihr stets Meldungen aus ganz Europa und damit eine hohe Starterzahl. Anerkennend wird die ÖKV-Staatsmeisterschaft (Österreichischer Kynologen Verband) seit einiger Zeit auch ‚Kleine WM‘ genannt. Die IRO unterstützt durch Bereitstellung des Richterteams mit Nachdruck nationale Meisterschaften, die international ausgeschrieben werden, weil damit der Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit der Standortbestimmung der eigenen Leistung gefördert wird.“
Die Staatsmeister
In der Kategorie Trümmer wurde Herbert Auer vom SVÖ mit 265 Punkten österreichischer Staatsmeister. Platz 2. ging an Magdalena Koczera (SKV-KHD-FF Wien) mit 260 Punkten vor Margret Rieder, ebenfalls vom SKV-KD-FF Wien mit 256 Punkten.
In der „Fläche“ konnte Hugo Karner vom ÖRK nicht nur auch die internationale Wertung gewinnen, mit der er natürlich auch Staatsmeister wurde. Er bekam insgesamt 284 Punkte und hatte mit 191 Punkten auch die beste Nasenarbeit geliefert. Vize-Staatsmeister wurde Johann Katzgraber, ebenfalls vom ÖRK (280 Punkte) vor Eduard Scherz (ÖRV) mit 266 Punkten.
In der „Fährte“ hatte der Oberösterreicher Rudi Klein, der für den SKV-KHD-FF Wien startete, das beste Ergebnis in der Nasenarbeit (183), wurde im internationalen Bewerb Zweiter, gewann aber mit 266 Punkten und seinem Hund „Wendy von den Bartlbuam“ die Staatsmeisterschaft. Mit seinem zweiten Hund „Unka vom Lastal“ belegte Rudi Klein in der Staatsmeisterschaft auch noch den 4. Platz. Wolfgang Ebner vom SVÖ (245 Punkte) wurde in dieser Kategorie Zweiter vor Rudolf Mavc vom ÖGV (243 Punkte).
September 13th, 2011
29.6. – 3.7.2011: WM der „Internationalen Rettungshunde Organisation“ in Chastre/Belgien
Rettungshunde-Weltmeisterschaft mit 116 Teams aus 20 Nationen
Als 1995 in Tschechien die 1. IRO-Rettungshunde-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, traten 42 Hundeteams aus sechs Nationen in zwei Kategorien (Fläche und Fährte) an.
Dieses Jahr werden an der 17. IRO-WM in Chastre/Belgien 116 Teilnehmer aus 20 Nationen teilnehmen.
Die Mannschaften kommen u.a. aus Argentinien, Süd-Korea und Japan sowie aus fast allen Staaten Europas und der Ukraine.
Das größte Kontingent stellt bei der WM wieder Österreich mit 21 Teams – gefolgt von Slowenien (15). Die Tschechen stellen 14 Teams, Deutschland 11 und Niederlande 10.
Die zukünftigen Weltmeister werden nicht mehr, wie bei der ersten WM in Tschechien, in den Kategorien „Fläche“ und „Fährte“ gekürt, sondern mittlereile auch in den Sparten „Trümmer“ (also z.B. Suche nach Erdbeben) und „Wassersuche“.
53 Teilnehmer werden in der Kategorie „Trümmersuche“ antreten, 50 haben sich für die „Flächensuche“ angemeldet, 8 für die „Fährtensuche“ und 5 für die „Wassersuche“. Weite 8 Teams stehen als „Reserve“ parat, sollte wer ausfallen.
Mit dabei ist natürlich auch die gebürtige Österreicherin Gerlinde Häusermann-Oberascher. Nachdem sie 2009 und 2010 Weltmeisterin in der Trümmersuche wurde, tritt sie dieses Jahr – nach Hochzeit und Umzug – für die schweizerische Mannschaft an.
Gespannt auf die WM mit Teilnehmern aus 20 Nationen ist auch der Präsident der „Internationalen Rettungshunde Organisation“, Dr. Wolfgang Zörner: „Seit der Gründung der IRO vor 18 Jahren haben wir nun 103 Rettungshunde-Organisationen in 37 Ländern der Welt. Bei der letzten UNO-Konferenz waren unsere auf höchstem Standard ausgebildeten Hunde-Teams ein wesentlichstes Thema. Das zeigt, wie unsere Einsatzhunde weltweit anerkannt sind. Dass nun bei der WM Hunde-Teams von Argentinien bis Japan und Korea teilnehmen, bestätigt den eingeschlagenen Weg.“
Alle Infos zur IRO-Rettungshunde-WM: http://www.iro-championship-belgium-2011.be/
Die Ergebnisse werden während der WM laufend aktualisiert.
June 15th, 2011
Wissenschaftliche Studie:
20 Rettungshunde flogen nach Dubai zum Stress-Test
4. Teil einer großen wissenschaftlichen Studie – Wie lange können Rettungshunde bei Hitze im Einsatz konzentriert suchen? – Fünf österreichische Rettungshunde-Teams nehmen am Test in Dubai teil
20 Rettungshunde-Teams, Tierärzte, wissenschaftliches Personal sowie Vertreter der „Internationalen Rettungshunde Organisation“ (IRO) sind derzeit unter der Leitung von IRO-Präsident Dr. Wolfgang Zörner in Dubai, um den letzten Teil der Langzeitstudie „Stress von Rettungshunden im Einsatz“ zu absolvieren.
Eine Woche lang werden nun im heißen Wüstenklima unter jenen Bedingungen, die z.B. nach Erdbeben im Iran oder Algerien herrschten, die Hunde gecheckt.
Mit einem sogenannten Aktometer wird die Aktivität der Hunde Hund bzw. deren Ermüdung eruiert – auch in der Nacht, um zu erforschen, wie und ob sie ruhig schlafen. Rund um die Uhr wird mit einer Polaruhr mit Brustgurt die Herzfrequenz gemessen, um in Kombination mit den Aktivitätswerten Auskunft über den psychischen Stress der Hunde zu erhalten. Darüber hinaus werden laufend mit einem Wattestäbchen Speichelproben entnommen, um im Labor Werte des Stresshormons Kortisol zu bestimmen.
Während der gesamten Woche wird auch die Körpertemperatur der Hunde gemessen, um die körperliche Belastung der Hunde bei hohen Außentemperaturen zu erfahren.
Zum wissenschaftlichen Programm gehören weiters Blutuntersuchungen, um den Gesundheitszustand der Hunde sowie den Belastungsgrad der Muskulatur (analog zur Fitnessüberwachung bei menschlichen Spitzensportlern) zu überwachen.
IRO-Präsident Dr. Wolfgang Zörner: „Für uns ist es wichtig zu wissen, wo die Leistungsgrenzen unserer Hunde liegen, damit sei einerseits nicht überfordert werden, aber andererseits im Einsatz effizient suchen, um Menschenleben zu retten.“
Dr. Michaela Schneider von der Ludwig-Maximilians-Universität München hatte bereits anlässlich des “11. Internationalen Rettungshunde Symposiums 2007” in Salzburg die ersten drei Teile dieser Langzeitstudie vorgestellt.
Bei Einsatzübungen, die möglichst realitätsnah waren, stellte sich heraus, dass die Hunde bereits nach einer 20-minütigen Suche eine Körpertemperatur von 39,5 Grad erreichen – also im Fieberbereich. Gemessen wurde diese Werte bei einer kombinierten alpinen Trümmer-Flächensuche von 2 x 20 Minuten bei 17 Grad Außentemperatur. Bei zwei über 8-jährigen Hunden wurde die Leistungsgrenze bereits im zweiten Suchdurchgang erreicht und sie verweigerten die Weiterarbeit.
Anders bei der (“kälteren”) Lawinensuche: Laufen im Schnee und der Wärmeverlust in den Ruhezeiten erwiesen sich bei der Körpertemperatur als limitierende Faktoren.
In der zweiten Studie wurde der Einfluss der Höhenlage und der Geländestruktur auf die Belastung von Rettungshunden im alpinen Gelände untersucht. Dabei zeigte sich eine nachweisbare Beeinflussung des Herzkreislaufsystems ab einer Höhenlage von 1.600 m, die insbesondere bei älteren über 8 Jahre alten Hunden auftrat. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass ältere Hunde bei Sucheinsätzen in großen Höhenlagen (2.600 m) nur für maximal 40 Minuten eingesetzt werden sollten, da sonst die Gefahr der Überforderung gegeben ist.
In der dritten Studie wurden einsatzgeprüfte Rettungshunde einer dreitägigen Trümmersuche auf einem Katastrophenübungsgelände unterzogen, um den Effekt einer fortgesetzten Suchleistung auf die körperliche und psychische Belastung der Hunde zu erfassen. Erste Ergebnisse zeigen eine deutliche Mehrbelastung der Hunde ab dem Ende des zweiten Versuchstages und eine nachlassende Sucheffektivität am 3. Tag.
April 16th, 2008
Sonntag, 27. April 2008
Erster österreichweiter „Tag der Rettungshunde“
Zum ersten Mal wird am Sonntag, 27. April 2008 österreichweit der „Tag der Rettungshunde“ gefeiert – ein Tag, an dem die vielen freiwilligen Helfer und Hundeführer sowie natürlich die Rettungshunde im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen sollen. Hunde-Teams, die ehrenamtlich rund um die Uhr zur Verfügung stehen, um Menschenleben zu retten.
Praktisch alle Rettungshunde-Organisationen nehmen an diesem Tag aktiv teil und auch Teams aus dem Ausland werden erwartet. Auf den Trainingsplätzen und den Übungsgeländen werden in ganz Österreich Vorführungen stattfinden, zu denen Besucher herzlich eingeladen sind.
Der Bogen spannt sich von einer Lawinen-Suchübung am Hintertuxer Gletscher über Wassersuche an der Donau bis hin zur großen Hauptveranstaltung in Salzburg.
(das genaue Programm auf den einzelnen Plätzen in Österreich wird in Kürze bekannt gegeben)
Österreich gehört zu den bedeutensten Ländern der internationalen Rettungshunde-Szene: So sind unsere Suchhunde-Teams stets bei internationalen Einsätzen (z.B. nach Erdbeben), die „IRO Internationale Rettungshunde Organisation“ hat ihren Sitz in Salzburg, Österreich ist – nach Anzahl der Medaillen – die erfolgreichste Nation bei Rettungshunde-Weltmeisterschaften und die letzte WM fand ebenso in Österreich statt, wie das große internationale Rettungshunde-Symposium. Ja, sogar beim Aufbau einer Rettungshunde-Organisation in China ist Österreich federführend.
IRO-Präsident Dr. Wolfgang Zörner: „Rettungshunde sind heute ein fester und zuverlässiger Bestandteil im internationalen und nationalen Katastrophenschutz. Ihr Haupteinsatzgebiet ist nicht die medial besonders hervorgehobene Tätigkeit bei den großen Naturkatastrophen, sondern der tägliche Einsatz in der Vermißtensuche nach Abgängigen und Verunglückten.
Dafür absolvieren die Rettungshundeführer mit ihren Hunden eine äußerst anspruchsvolle Ausbildung und investieren danach einen großen Teil ihrer Freizeit für das Training, um in ständiger Einsatzbereitschaft zu sein. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit wird von verschiedenen Organisationen betreut, die sich die Förderung des Rettungshundewesens zur Aufgabe gemacht haben.
Der Tag des Rettungshundes dient der Anerkennung der aufopfernden Arbeit im Dienste der Menschen durch die Hunde und ihrer Führer.“
Der von der Hundenahrungs-Firma „Royal Canin“ unterstützte „Tag der Rettungshunde“ wird in Zukunft stets am letzten Sonntag im April begangen. Ab dem Jahr 2009 wird es diesen Tag zu Ehren der Hunde und der freiwilligen Helfer auch weltweit geben – von Österreich ausgehend.
Die Idee bzw. das Konzept für den österreich- und weltweiten “Tag der Rettungshunde” stammt übrigens von Paul Cech / Dog Company
Infos: www.iro-dogs.org
March 25th, 2008
13. IRO Rettungshunde Weltmeisterschaft 2007 in Eisenstadt
Ein Fest für Freunde
Die WM war jahrelang durchgeplant bis ins letzte Detail. Sogar das Wetter hatte sich an die Wünsche der Teilnehmer angepasst. Nur der österreichische Medaillen-Segen bleib diesmal leider aus.
Wegweiser gab es auch. Aber warum nur die, wenn es auch persönlicher und charmanter geht? Also standen Mitglieder der SVÖ-Jugend in ihren roten T-Shirts bei den Kreuzungen in Eisenstadt und wiesen den WM-Teilnehmer in ihren Autos den Weg zur großen Eröffnung in der City der burgenländischen Landeshauptstadt. Einfach menschlich – einfach anders – einfach typisch für diese WM.
Überpünktlich waren alle Teilnehmer mit ihren Hunden sowie die Mannschaftsführer beim Sammelplatz und als die Militärmusikkapelle Aufstellung nahm, sprang auch der letzte Hund aus dem kühlen Wasser des Brunnens am Schubertplatz. Die letzten Regentropfen fielen und die Sonne kam hervor. In einem langen Zug marschierten alle durch die Eisenstädter Fussgeherzone. Vorbei an den beflaggten Häusern. Vorbei an den hunderten Zuschauern, den Fotografen und Fernseh-Teams – hin zum Schloss Esterhazy, wo bereits Landeshauptmann Hans Niessl und die Ehrengäste auf die Eröffnungszeremonie warteten. Schöner und imperialer konnte keine Eröffnung sein.
Organisationsleiter Erik Koczi (SVÖ) brachte in seiner Rede das Motto der WM auf den Punkt: „Wir wollen euch hier das zurückgeben, was ihr mit euren Einsätzen der Welt schon gegeben habt!“
Und es wurde allen was gegeben. Bei der Startnummerauslosung, zum Beispiel: Als die Nationen einzogen, gab es durchgehend Applaus. Es war eine gigantische Stimmung. Nachdem die Organisatoren zuvor über Musikstücke diskutiert hatten und hofften, dass der riesige Empire-Saal des Schlosses nicht all zu leer sein werde, waren die Reihen dicht gefüllt und der Applaus und Anfeuerungsrufe wollten nicht enden.
Ein erster Schritt war geschafft. Die „Happy Games!“, die „glücklichen Spiele“ hatten begonnen. Eine große Familie hatte sich getroffen und feierte.
Stets dabei: Die gesamte SVÖ-Spitze mit Präsident Dr. Wolfgang Tauber und IRO-Vertreter aus der ganzen Welt, angeführt von IRO-Präsident Dr. Wolfgang Zörner.
Doch nun begann der Ernst der Spiele: Während im Flächen-, Fährten- und Trümmergelände die Wettkämpfe begannen, gab es am ersten Tag in der Wasserarbeit gerade von den Medien hoch beachtete Vorführungen. Am Sportplatz St. Georgen/Eisenstadt liefen die Bewerbe in Gewandtheit und Gehorsam. Im Gegensatz zu anderen Weltmeisterschaften blieben die Teilnehmer im Stadion, schauten zu und verfolgten über eine riesige Tageslicht-Videowall die Aufnahmen von den „Aussenstellen“. Drei Kamerateams der Telekom waren permanent im Einsatz, filmten, schickten die DVD’s in das Stadion. Dort wurden im Media-LKW die Beiträge geschnitten, zusammengestellt und sofort über die Vidi-Wall gesendet. Ein Service, das es für die Aktiven und die Zuschauer noch nie gab.
Und zwischendurch langten telefonisch permanent – gerade von den Österreichern – die Ergebnisse in der Nasenarbeit ein. „194 in der Trümmer!“ Jubel! „Beste Arbeit im Wasser! 192!“ Freude und Bangen. Listen wurden verglichen. Die Punkte der „Konkurrenten“ hochgerechnet. Es wurde spekuliert. Und es wurde gehofft. Gehofft auf Medaillen. Doch leider….
Aber trotzdem haben viele unserer Team-Mitglieder in einzelnen Disziplinen hervorragende Arbeit gezeigt und natürlich gratulieren wir herzlich Hermann Kranz zum 5. Platz und Peter Schüler, der während der WM seinen 60. Geburtstag feierte, zum 6. Platz.
Gerald Odlozilik wurde 11. und Andreas Hauk 14. Alle in der Trümmerarbeit.
Sagen wir so: Als Gastgeber haben wir den Freunden aus dem Ausland den Vortritt gelassen. Auch wenn nicht alle Entscheidungen ganz verständlich waren und sich nicht nur die Betroffenen wunderten – es wird die Kameradschaft unvergesslich bleiben. Unvergesslich auch die Atmosphäre im Stadion, wenn alle, gleich welcher Nationalität, applaudierten, wenn wer eine positive Leistung erbrachte.
Es gab Stunden, da herrschte eine Stimmung, wie bei einem Pop-Konzert. Wie zum Beispiel bei der Siegerehrung, als der älteste Teilnehmer, Erich Schleicher, den Ehrenpokal, gestiftet von Bundespräsident Heinz Fischer, der auch den Ehrenschutz übernommen hatte, überreicht bekam. Erich ist 84 Jahre alt! Standing Ovations und Bravo-Rufe von hunderten Zuschauern und Teilnehmern begleiteten Erich, als er auf den Platz lief.
Es war eine sehr würdige Siegerehrung und Abschlussfeier. Nach einer fulminanten Vorführung des Bundesheeres, bei der sich Hundeführer mit Hunden aus dem Hubschrauber abseilten und einen Einsatz simulierten und nachdem die SVÖ-Jugend ihr Können zeigten, marschierten zu Militärmusik alle Teams in das Stadion ein. Vor jeder Nation die Fahnenträger, dahinter die winkenden Hundeführer. Es war wie eine kleine Abschiedszeremonie von Olympischen Spielen – fröhlich, völkerverbindend, freundschaftlich.
Stunden nach dem offiziellen Ende konnte dann auch das Organisationsteam eine erste Pause machen. Um nur einige hervorzuheben: Chef-Organisator Erik Koczi, der stets cool blieb. Karl Rittner. Christian Zika, der alle Fäden in der Hand hatte. Daniele Lenzeder, die immer und überall war, wo man sie brauchte, genauso wie Barbara Rath. Die hervorragende Crew im Büro mit Claudia und Dagmar Strasser, Wolfgang Hitsch, Rudi Sander, Günter Wentreir. Die Mitglieder der SVÖ-Jugend unter der Leitung von Manuela Obermayer und Gottfried Just. Alle Fährtenleger. Die Veranwortlichen bei den Schadstellen und jener Mann, der bei der WM die wohl tragenste Rolle gespielt hatte. Alois Balluch stemmte bei der Gewandtheits-Übung „Hund tragen und übergeben“ alle Hunde dieser WM – wie er ausrechnete, waren das etwa 3.800kg. Und Paul Cech/Dog Company für die gesamte Pressearbeit.
Natürlich funktioniert so eine Großveranstaltung nur mit Sponsoren. Allen voran „Royal Canin“, aus deren Weltzentrale in Frankreich bereits Gratulationen zur „tollen WM“ kamen. Nicht zu vergessen Softlab, Flughafen Wien, die ÖMV, Zuritel, Bayer Health Care, Intervet, Raiffeisen und der Augenarzt Dr. Obermayer sowie das Land Burgenland und die Stadt Eisenstadt.
Zum Abschluss vielleicht noch eine Begebenheit, die typisch für die WM war: Die Organisatoren rechneten für den Abschluss-Abend mit rund 150 Besuchern. Für sie war Platz und Essen eingeplant. Es meldeten sich mehr und mehr an…und noch mehr. Schliesslich musste die Strasse vor dem Wirtshaus gesperrt werden. Es wurde ein Gassl-Fest improvisiert – und 350 Freunde aus der ganzen Welt feierten gemeinsam. Ein Symbol mehr für diese „Happy Games“, für ein Fest, für eine WM, für jene, die der Welt mit ihren Rettungshunde-Einsätzen schon so viel gegeben haben.
Bis Kroatien 2008! Wir freuen uns!
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Ergebnisse:
Fläche:
1. Brigitte Versterre, Niederlande
2. Ana Viller, Kroatien
3. Ghroum Mourad, Frankreich
Fährte:
1. Jan Fekar, Tschechien
2. Jan Sramek, Slowakei
3. Pavel Sabacky, Tschechien
Trümmer:
1. Leczki Sarolta, Ungarn
2. Patric Corpataux, Schweiz
3. Rudolf Klötzli, Schweiz
5. Hermann Kranz, Österreich
6. Peter Schüler, Österreich
11. Gerald Odlozoli, Österreich
14. Andreas Hauk, Österreich
Wasser:
1. Michal Svoboda, Tschechien
(nur einer in der Wertung)
Mannschaft:
1. SZBK Kroatien
2. NRHB Niederlande
3. C.S.P. Frankreich
Alle Infos, Ergebnisse und Fotos von der WM auf www.rhwm2007.at
August 9th, 2007