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25.-28. Juli 2010: Canine Science Forum in Wien

Weltweit größter wissenschaftlicher Kongress zum Thema Hund

Fast 500 Wissenschaftler werden Ende Juni beim „Canine Science Forum“ – dem bisher größten Kongress dieser Art –  in der Universität Wien erwartet, um über ihre bisherigen Forschungsergebnisse rund um Hunde diskutieren.

Die Spanne der Themen reicht von der Entwicklung der Hunde in den vergangenen Jahrtausenden bis zum heutigen Haushund, geht über Verhaltensforschung der Caniden über Lernverhalten und Erinnerungsvermögen, rassespezifische Eigenheiten, Sozialisierung, Kommunikation bis hin zur Mensch-Hund-Beziehung und die Rolle des Hundes in der heutigen Gesellschaft.

Am Tag nach dem Wissenschafts-Kongress findet am Donnerstag, 29. Juli 2010 in der Veterinärmedizinischen Universität Wien ein deutschsprachiges Satelliten-Symposium statt, zu dem speziell für Praktiker und Hundeinteressierte, also Tierärzte, Kollegen, die mit Hunden in tiergestützten Aktivitäten und Therapien arbeiten, Hundetrainer, etc. eingeladen sind.

Themen bei diesem Symposium:

1. Highlights und spinoffs der neuesten Forschung an Hunden und Hundeartigen in verständlicher Weise zu präsentieren
2. Neue Entwicklungen im Bereich hundegestützter Aktivitäten und Therapien vorzustellen

Ziel dieses Symposiums ist es, die neuesten, praxisrelevanten Erkenntnisse der Hundeforschung, wie sie am Hauptkongress zuvor berichtet wurden, zu vermitteln. Weitere Themenblöcke sind die genetischen und rechtlichen Hintergründe bestimmter Aspekte der Hundezucht, sowie Hunde als Partner in unterschiedlichen Bereichen von Therapie und Gesundheitsvorsorge. Moderiert wird diese Veranstaltung (Eintritt: Euro 25.–) u.a. von Univ.Prof. Adam Miklosi (Universität Eötvös/Budapest).

Beim Hauptkongress zuvor wird David R. Parsons (USA) am Montag, 26. Juli 2010 das erste Impuls-Referat halten.

Parsons vom US-Institut für „Wieder-Einwilderung“ (z.B. von Wölfen) beschäftigt sich mit dem Thema, wie man in Gehegen Wölfe aufziehen und später wieder so auswildern kann, damit die in freier Wildbahn überleben können – auch um das ökologische Gleichgewicht in der Natur wieder herzustellen.

Simon Gadbois (Kanada) wird am Kongress das Verhalten von Hunden aus neurowissenschaftlicher Sicht beleuchten:

Gadbois: „Zwei Perspektiven der Verhaltensforschung und der Neurowissenschaften werfen interessante Fragen auf und bieten Einblick in die Neurophysiologie und Verhalten von Hunden: Beobachtende Methoden mit strengem neurowissenschaftlichen Hintergrund und die nichteingreifende Neurowissenschaft. Im ersten Fall gehen wir zurück in die Vergangenheit zu den Ursprüngen der Verhaltensforschung; im zweiten Fall gehen wir über die Grenzen unserer Vorstellungskraft und der Technologie hinaus. Beides erfordert Geduld und Zusammenarbeit. Sie erhalten drei Beispiele: Feld-Endokrinologie bei Wölfen, Erinnerungssequenzen von Nahrung bei Rotfüchsen, Kojoten und Wölfen und olfaktorische Prozesse bei Hunden.“

Peter Savolainen (Schweden) wird über seine Forschungen über DANN-Studien über die Ursprünge von Hunden sprechen.:

Durch flächendeckende Proben von Hunden aus der ganzen Welt wurde über die genetischen Varianten der weltweiten Hundepopulation ein raster erstellt..

Das Muster der genetischen Unterschiede gibt Hinweise zur Geschichte der Hunde: wie der Hund vom Wolf abstammt, wie der Hund sich weltweit ausbreiten konnte und wie er in manchen Fällen sich mit dem Wolf gekreuzt hat.

Dass der Haushund überwiegend und höchstwahrscheinlich ausschließlich von einer einzigen Wolfszähmung abstammt, die in Südchina oder Südost-Asien stattfand, konnte dokumentiert werden.

Pauleen Bennett (Australien) referiert über die Problematik bei Haushunden: Einerseits hätten Hunde eine extrem wichtige Rolle in der heutigen Gesellschaft – besonders Begleithunde wären ein sozial unverzichtbarere Faktor, auf der anderen Seite stünden Verletzungen durch Hunde und damit in der Folge restriktive Gesetze von Politikern, die sich nicht an wissenschaftliche Fakten halten.

Pauleen Bennett schlägt vor, dass die Wissenschaftler enger mit der Politik zusammenarbeiten sollten.

John W.S. Bradshaw (UK) wird beim “Canine Science Forum” die Frage stellen, ob das herkömmliche Deuten des Verhaltens von Haushunden noch zeitgerecht ist. Er stellt zur Diskussion, ob heutige Hunde noch mit dem Sozialverhalten der Wölfe vergleichbar wären.

Daniel Mills (UK) wird sich mit dem Thema „Verhaltensprobleme bei Hunden und Psychopharmaka“ beschäftigen.

Mills: „Verhaltensprobleme bei Hunden bezeichnet eine Sammlung von Verhaltenstendenzen, die Anlass zur Sorge geben sowohl für den Halter als auch für andere Menschen, die mit dem Tier in Kontakt kommen. Ein sogenanntes problematisches Verhalten ist daher ein subjektives Konstrukt, zumal die Benennung eines „Problems“ von der jeweiligen Sichtweise abhängig ist, auch wenn das eigentliche Verhalten objektiv definiert worden ist.“

Sein Vortrag wird verschiedene Denkmodelle zum Studium von Verhaltensproblemen und in  Folge daraus den Einsatz von Psychopharmaka beinhalten.

Juliane Kaminski (Deutschland) wird schließlich über „Kommunikation“ sprechen: „In den vergangenen Jahren haben sich mehrere Anhaltspunkte dazu ergeben, dass Haushunde sich hervorragend für die menschliche Form der Kommunikation eignen (z.B. der zeigende Finger). Hunde scheinen extrem fokussiert zu sein auf Signale der menschlichen Kommunikation und auf pädagogische Signale. Manchmal folgen Hunde – so wie auch Kinder –Anweisungen des Menschen, die mit solch einem Signal gekoppelt werden, entgegen ihrer eigenen visuellen Erfahrung. Diese Erkenntnisse sind äußerst wichtig, da sie die Hypothese, dass die menschliche Form der Kommunikation einzigartig ist, in Frage stellt. Wie gut Hunde die menschliche Kommunikation verstehen im Vergleich zu Menschen ist allerdings noch umstritten“

Das „Canine Science Forum“ in Wien wird von Dr. Friederike Range (Uni Wien/Department für Kognitionsbiologie, Wolf Science Center),  Dr. Zsófia Virányi (Clever Dog Lab, Wolf Science Center), Prof. Ludwig Huber (Uni Wien/Department für Kognitionsbiologie), Prof. Kurt Kotrschal (Uni Wien/Department für Verhaltensbiologie, Konrad Lorenz Forschungsstelle) organisiert.

Alle Infos zum Canine Science Forum: http://csf2010.univie.ac.at

Pressekontakt:

Paul Cech, Dog Company, cech@dogcompany.at, Tel: 0699 / 1356 4408

Add comment May 30th, 2010

Termine

1.-5. Juli 2009: Rettungshunde WM in Rumänien
WM-PR für die IRO “Internationale Rettungshunde Organisation” von Dog Company

18.-20. September 2009: Agility-WM in Dornbirn/Vorarlberg
WM-PR von Dog Company

Add comment February 3rd, 2009

Sonntag, 27. April 2008
Erster österreichweiter „Tag der Rettungshunde“

Zum ersten Mal wird am Sonntag, 27. April 2008 österreichweit der „Tag der Rettungshunde“ gefeiert – ein Tag, an dem die vielen freiwilligen Helfer und Hundeführer sowie natürlich die Rettungshunde im Mittelpunkt der Öffentlichkeit stehen sollen. Hunde-Teams, die ehrenamtlich rund um die Uhr zur Verfügung stehen, um Menschenleben zu retten.

Praktisch alle Rettungshunde-Organisationen nehmen an diesem Tag aktiv teil und auch Teams aus dem Ausland werden erwartet. Auf den Trainingsplätzen und den Übungsgeländen werden in ganz Österreich Vorführungen stattfinden, zu denen Besucher herzlich eingeladen sind.
Der Bogen spannt sich von einer Lawinen-Suchübung am Hintertuxer Gletscher über Wassersuche an der Donau bis hin zur großen Hauptveranstaltung in Salzburg.
(das genaue Programm auf den einzelnen Plätzen in Österreich wird in Kürze bekannt gegeben)

Österreich gehört zu den bedeutensten Ländern der internationalen Rettungshunde-Szene: So sind unsere Suchhunde-Teams stets bei internationalen Einsätzen (z.B. nach Erdbeben), die „IRO Internationale Rettungshunde Organisation“ hat ihren Sitz in Salzburg, Österreich ist – nach Anzahl der Medaillen – die erfolgreichste Nation bei Rettungshunde-Weltmeisterschaften und die letzte WM fand ebenso in Österreich statt, wie das große internationale Rettungshunde-Symposium. Ja, sogar beim Aufbau einer Rettungshunde-Organisation in China ist Österreich federführend.

IRO-Präsident Dr. Wolfgang Zörner: „Rettungshunde sind heute ein fester und zuverlässiger Bestandteil im internationalen und nationalen Katastrophenschutz. Ihr Haupteinsatzgebiet ist nicht die medial besonders hervorgehobene Tätigkeit bei den großen Naturkatastrophen, sondern der tägliche Einsatz in der Vermißtensuche nach Abgängigen und Verunglückten.
Dafür absolvieren die Rettungshundeführer mit ihren Hunden eine äußerst anspruchsvolle Ausbildung und investieren danach einen großen Teil ihrer Freizeit für das Training, um in ständiger Einsatzbereitschaft zu sein. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit wird von verschiedenen Organisationen betreut, die sich die Förderung des Rettungshundewesens zur Aufgabe gemacht haben.
Der Tag des Rettungshundes dient der Anerkennung der aufopfernden Arbeit im Dienste der Menschen durch die Hunde und ihrer Führer.“

Der von der Hundenahrungs-Firma „Royal Canin“ unterstützte „Tag der Rettungshunde“ wird in Zukunft stets am letzten Sonntag im April begangen. Ab dem Jahr 2009 wird es diesen Tag zu Ehren der Hunde und der freiwilligen Helfer auch weltweit geben – von Österreich ausgehend.

Die Idee bzw. das Konzept für den österreich- und weltweiten “Tag der Rettungshunde” stammt übrigens von Paul Cech / Dog Company

Infos: www.iro-dogs.org

March 25th, 2008


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